Freitag, 31. Mai 2013

Hallo Sinn, bitte melde dich!

Kabel sind einfach. Man kann sie sehe. Man kann sie anfassen. Und wenn sie nicht drinstecken, tuts nich. Einfach eben.

Alles, was ohne Kabel funktioniert, ist da schon schwieriger. WLAN oder Bluetooth zum Beispiel.

Ich habe nun OpenELEC, XBian und Raspbmc als XBMC-Systeme probiert, und alle durch die Bank haben Probleme bei der drahtlosen Kommunikation mit meinem WLAN und meiner Bluetooth-Tastatur.

Ich bin nun, wie angekündigt, wieder bei OpenELEC angelangt und werde so langsam nicht mehr schlau aus dem Verhalten des Raspis in Verbindung mit dem WLAN-Stick.

Ich habe das WLAN in der Einrichtung von OpenELEC konfiguriert (SSID, WPA2-Verschlüsselung, WLAN-Passwort) und habe kein Internet. Schalte ich den Pi aus und dann wieder an, habe ich Internet.

Vielleicht.

Vielleicht auch nicht.

Das ganze funktioniert mal, mal nicht. Zuerst habe ich auf einen defekten USB-Port am Pi getippt (Wackelkontakt, was auch immer...) und den Stick in den zweiten Port gesteckt. Das hat allerdings nichts an dem Problem geändert.
Dann habe ich mir überlegt, dass es evtl. ein Spannungsproblem sein könnte und habe die USB-Maus, die ich zur Bedienung von XBMC nutze, solange Bluetooth noch nicht funktioniert, abgezogen. WLAN geht! Reboot. WLAN geht nicht! Reboot. WLAN geht nicht. Reboot. WLAN geht. Reboot. WLAN geht nicht.... -.-

Spannungsprobleme waren es also auch nicht. Ich tippte dann auf Treiberprobleme. Wenn ich das LAN-Kabel anschließe (damit funktioniert übrigens alles wie geschmiert) und mich per SSH verbinde, sehe ich nach Eingabe von lsusb den erkannten WLAN-Adapter. Der Stick wird also erkannt und funktioniert auch sporadisch.... Probleme, die "manchmal" aber nicht "immer" auftreten, sind die schlimmsten...

XBMC bettelt um Netzwerk


Ratlos lasse ich den Pi für heuter erstmal Pi sein. Vielleicht kommt mir ja über Nacht noch ein Geistesblitz... am PC funktioniert der WLAN-Stick übrigens ohne Probleme stabil...

Da werd mal jemand schlau draus...

Montag, 27. Mai 2013

Alles zurück auf Anfang

Nach dem Test von XBian und Raspbmc bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass die umständliche Verrenkung mit OpenELEC wohl doch der einzig mögliche Weg ist, um Bluetooth zum Laufen zu bekommen, denn leider unterstützen die beiden erstgenannten Projekte nicht wirklich Bluetooth von Haus aus und der Performancevorteil von OpenELEC ist schon beachtlich.

Außerdem weigert sich Raspbmc sporadisch, meinen WLAN-USB-Stick zu erkennen. Das war dann der Todesstoß für diese Distribution. Also back to the roots und erneut OpenELEC auf die SDHC-Karte ziehen. In Angriff genommen wird das jedoch erst am Mittwoch.

Das, was ich bisher von XBMC gesehen habe, sah jedoch sehr vielversprechend aus. AirPlay wird von Haus aus unterstützt: Super! Mehr habe ich noch nicht ausprobiert, sondern nur die Menüs und möglichen AddOns überflogen...
Die ZDF Mediathek und die DMAX Videotheke kommen mir da auf jeden Fall drauf, wenn der Rest mal funktioniert. :-)

Samstag, 25. Mai 2013

OpenWTF!?

Wie sich geschätzte zwei Stunden ziehen können, wenn man der VM lediglich einen Kern und 1 GB RAM zuteilt ist schon enorm... Da ich den Kompilierungsprozess nicht unterbrochen wollte, nachdem ich bereits vier Stunden gewartet hatte, habe ich ihn einfach über Nacht weiterlaufen lassen.

Heute morgen wartete dann ein Kompilierungsfehler auf mich und der komplette Vorgang hatte sich gegen halb vier Uhr morgens abgeschossen. Wahrscheinlich war eine kurzzeitig nicht vorhandene Internetanbindung dafür verantwortlich. Super!

Ich habe der VM dann mal drei Kerne und 4 GB RAM spendiert (hatte leider nur das 32Bit Image von Ubuntu gezogen) und  die Kompilierung erneut gestartet. Nach knappen drei Stunden war es dann geschafft und ich habe das Programm auf die SDHC-Karte gezogen und damit den Raspi an meinem TV gestartet.

XBMC fuhr sauber hoch und ließ sich über die angeschlossene USB-Maus bedienen. Super, viel zu einfach! Tja.... leider funktionierten weder WLAN-Stick noch Bluetooth-Dongel in den beiden USB-Ports. Beide Adapter signalisierten zwar durch freudiges Blinken, dass sie liefen, jedoch wurde weder die Logitech Bluetooth-Tastatur erkannt, noch konnte der WLAN-Adapter sich in mein WLAN einloggen. Nach einigen Stunden, die ich mit der Nachinstallation von Paketen und dem Versuch, Konfigurationsdateien im Read-Only-Filesystem von OpenELEC zu editieren, verbracht habe, gebe ich mit OpenELEC nun erst einmal auf, da es scheinbar keine Chance gibt, die Bluetooth-Funktionalität zu aktivieren. Jeden falls nicht, ohne mit einem USB-Stick zu booten und dann das Filesystem von OpenELEC auf der SDHC-Karte zu verändern, so dass man geänderte Konfigurationsdateien auch speichern kann. Zu umständlich, für meinen Geschmack.

Daher widme ich jetzt mal der XBMC Distribution XBian, die ebenfalls flüssig und schnell laufen soll und noch mit geringer CPU- und RAM-Usage für sich wirbt. Das ist mir ein Blick wert. Das Image wird gerade auf die SDHC-Karte geschoben.


Installation des XBian-Images auf der SDHC-Karte

Ich bin mal gespannt, ob WLAN und Bluetooth damit weniger rumzicken, als mit OpenELEC. :-)

Freitag, 24. Mai 2013

Compiling, compiling... *schnarch*

Um den Raspberry Pi als Medienspieler für das heimische TV-Gerät zu benutzen, setzt man am besten XMBC (XBox Media Center) ein.
Wie der Name schon sagt, ist XBMC ursprünglich dazu gedacht gewesen, aus der Xbox von Microsoft einen Medienspieler zu machen. Alles über die Geschichte von XBMC findet sich hier.

Von XBMC gibt es verschiedene Projekte, die für unterschiedliche Plattformen geeignet sind. Nach dem Studium einiger Foren und YouTube-Videos habe ich mich für das Release OpenELEC (Open Embedded Linux Entertainment Center) entschieden. Durch seine geringe Größe und die Optimierung auf Performance ist es super geeignet, um auf kleinen Systemen wie dem Raspberry Pi zu laufen. Es sticht in Sachen Geschwindigkeit sogar noch die speziell für den Raspi erschienenen Distributionen Raspbmc und XBian aus - so sagt man jedenfalls.

Andererseits gibt es kein fertiges Image, das man einfach herunterlädt, auf die SDHC-Karte packt und damit den Raspberry Pi startet. Man muss das Image erst noch kompilieren. Dazu benötigt man - um den eigentlichen Kompilierungsvorgang schnell und simpel zu halten - ein Linux System.

Zu diesem Zweck habe ich mir eine Virtual Machine mit Ubuntu aufgesetzt, in der ich die Kompilierung des OpenELEC Paketes gerade laufen lassen.

Dauer: ca. 2 Stunden :-(

Kompilierung von OpenELEC in einer Ubuntu-VM
 Nun heißt es also abwarten.... Geduld und so.... :-)

Donnerstag, 23. Mai 2013

Alles an Bord

Dank dem freundlichen DHL-Fahrer sind heute die letzten beiden fehlenden Teile - der Raspi und der Nano-WLAN-USB-Stick - eingetrudelt, so dass einem Medienplayer mit XBMC nichts mehr im Wege stehen sollte.

v.l.n.r.: Micro-USB-Netzteil, SDHC-Karte, Gehäuse,
Nano-WLAN-USB-Stick, Raspberry Pi

Vielleicht lege ich heute Abend schon damit los... :-)

Mittwoch, 22. Mai 2013

Riesiger Zwerg

Nano - von griechisch nannos/lateinisch nanus - ‚Zwerg‘
Heute habe ich also das Gehäuse für meinen zweiten Raspi erhalten und auch der Nano-WLAN-USB-Stick von CSL trudelte ein. Leider scheint der Begriff Nano weeeeeeeeeiiiiiiiiiiiit dehnbar zu sein. Aber so etwas hätte ich jetzt eher nicht erwartet (und entspricht auch nicht der Artikelabbildung bei amazon.de):

Nano-WLAN-USB-Stick
Da Größe in diesem Fall eben doch eine Rolle spielt, geht der Stick zurück an amazon. Gleichzeitig wurde ein anderer Nano-Stick geordert: TP-Link TL-WN725N Wireless N Nano USB-Adapter

Dank Prime sollte er morgen ankommen. Mal schauen, wie nano das Nano von TP-Link ist...

Pi Zwei

Leider, leider, leider lässt sich der Raspberry Pi wirklich nicht mit dem Printserver in meinem Edimax-Router betreiben. Nach zahllosten Versuchen mit verschiedenen Konfigurationen, guter Zurede und derben Drohungen blieb das Ergebnis: druckt nicht!

Da ich mir auch noch einen Medienzuspieler anstelle des Apple TV unter meinen Fernseher stellen möchte, brauche ich also einen zweiten Raspberry Pi. Der wurde am Montag bestellt, zusammen mit einem zweiten Gehäuse, einer SDHC 8 GB Karte, einem weiteren Netzteil und einem Nano WLAN USB-Stick.

Während die SDHC-Karte und das Netzteil schon da ist und das Gehäuse und der WLAN-USB-Stick heute eintreffen, muss ich auf den Pi noch bis morgen warten: getgoods.de hat heute den Versand bestätigt.

Plan: am Wochenende den neuen Raspberry Pi mit XBMC aufsetzen und ans TV anklemmen.

Außerdem möchte ich versuchen, den Pi auch als AirPlay Empfangsgerät einzurichten, so dass ich Inhalte vom iPhone und iPad per AirPlay direkt an den Medienzuspieler weiterleiten kann. Um ein weiteres Zitat zu verwenden:
"Das wird sicher ein Spaß!"

Montag, 20. Mai 2013

Heureka! Es lebt!

Nachdem ich gestern Abend den Drucker mit CUPS zum Fliegen gebracht habe, bestand die heutige die Aufgabe darin, die AirPrint-Funktionalität hinzuzufügen.

Mithilfe eines guten Tutorials war das absolut kein Problem. Lediglich die genannten Befehle in der SSH-Session ausgeführt und keine Fehlermeldungen bekommen. Viel zu einfach!

Stimmt, viel zu einfach. Aber manchmal ist das gar nicht so schlimm, denn es erspart Frust. :-)

Nachdem die paar Befehle reibungslos durchgelaufen waren, fand mein iPhone und das iPad auf Anhieb den Drucker und das Dokument kam im Handumdrehen aus dem Drucker (also nichtmal Geduld notwendig).

Druckerauswahl auf dem iPhone


Druckauftrag auf dem iPhone

Druckerauswahl auf dem iPad


Druckaufbereitung auf dem iPad

Ja, es funktioniert. Statt sich einen AirPrint fähigen Drucker zu kaufen, geht es auch mit dem Raspberry Pi. Etwas Aufwand und Frustresistenz vorausgesetzt (und Geduld natürlich) bekommt man damit einiges zum Fliegen. Der schwierigste Part an der AirPrint-Geschichte ist eigentlich die Einrichtung von CUPS. Wobei auch diese eigentlich einfach ist, wenn man erstmal die Eigenheiten der Software kennt.

Die Einrichtung des CUPS-Druckers unter Windows ist übrigens denkbar einfach: ein Netzwerkdrucker wird mit Angabe der Druckserver-IP (samt IPP-Port) und des Druckernamens hinzugefügt. Bei mir sieht das dann so aus: http://192.168.123.9:631/printers/Samsung
Der Druck erfolgt übrigens sofort. Also keine Wartezeit von 6 Minuten pro Seite.

Ich überlege mir nun, ob ich die Einrichtung noch einmal zurückbaue (da ich nun sicher bin, dass es generell funktioniert) und die Konfiguration noch einmal über den Printserver des Edimax-Routers versuche. Vorteil des ganzen wäre, dass der Raspberry Pi stehen kann, wo ich will und nicht unbedingt hinter dem Drucker.

Aber erstmal freue ich mich, dass es funktioniert. :-)

Sonntag, 19. Mai 2013

Die Tücken der Ungeduld

Nachdem CUPS auf dem Pi lief, ging es also daran, meinen Samsung CLP-315 Farblaser, der an einem Edimax 3G-6200n Router mit USB-Anschluss und integriertem Printserver hängt, in CUPS verfügbar zu machen.

Die Warteschlange, die der Printserver des Routers bereitstellt, wurde, wie erwartet, von CUPS nicht automatisch gefunden. Die manuelle Einrichtung über IPP und LPR hat ebenfalls nicht funktioniert: der Druckauftrag konnte jeweils nicht an die Warteschlange gesendet werden.

Um zu prüfen, ob der Druck überhaupt funktioniert, habe ich den Drucker dann direkt per USB an den Respberry Pi angeschlossen. CUPS hat den Drucker sofort gefunden und auch gleich korrekt erkannt. Der passende Treiber wurde direkt vorausgewählt und die Standarddruckeinstellungen des Druckers wurden ausgelesen. Viel zu einfach!

Stimmt... viel zu einfach. Natürlich wurde die Testseite NICHT gedruckt. Der Status "Sending data to printer." blieb in der Druckwarteschlange stehen. Der Drucker rührte sich kein Stück und signalisierte nicht einmal den Datenempfang durch ein Blinken. Na schön.... es gibt ja noch mehrere Treiber...

Ungefähr drei Stunden lang probierte ich verschiedenste Treiber aus. Gleiches Ergebnis: der Drucker druckte einfach nicht... Als ich dann eine Etage nach unten ging (dort, wo der Drucker steht), sah ich, dass ein Blatt im Drucker lag. Testseite.... erfolgreich gedruckt. Leider war nicht zu sehen, welcher meiner zahllosen Versuche der erfolgreiche Ausdruck gewesen war. Gnaaaa.... Aufgabe um 22 Uhr und Vertagung auf den Folgetag. Die erste teilweise Niederlage.

Also am Sonntag wieder an das Problem.... erneut ca. 3 Stunden rumprobiert. Verschiedene Treiber geladen und kompiliert. Filter für CUPS per FTP auf den Pi geladen und quer durchs Dateisystem kopiert. Der eine Treiber ließ sich nicht kompilieren, der andere war nur für i386-Architektur (den Rapberry Pi treibt eine ARM CPU an) geeignet... irgendwann stieß ich in einem Forum auf einen anderen User, dessen Samsung CLP-315 problemlos mit CUPS lief. Er beklagte sich jedoch darüber, dass ein Druck erst nach etwas mehr als 5 Minuten aus dem Drucker kam.... hmmm....

Der geneigte Leser ahnt es bereits.... ich war zu ungeduldig. Also habe ich den Drucker noch einmal von CUPS erkennen lassen, den Standardtreiber gewählt, die Testseite gedruckt, sechs Minuten gewartet und die erfolgreich gedruckte Seite aus dem Ausgabefach genommen... tzzzzz...

CUPS Testseite
Was lernen wir daraus: manchmal schadet ein wenig Geduld nicht und Probleme lösen sich, indem man auch mal GAR NICHTS tut...

Nächster Schritt auf der Liste: den Drucker per AirPrint erreichbar machen. Ich hoffe, dass Geduld auch hierbei hilft. :-)

Samstag, 18. Mai 2013

Installation oder so

Die Installation eines Betriebssystems (ich habe mich übrigens für Raspbian “wheezy” entschieden) ist denkbar einfach.
Man läd das Image herunter, startet das Programm Win32 Disk Imager, schiebt die SDHC-Karte in den Leser und wählt im Programm den Pfad zum Image und den Laufwerksbuchstaben der SDHC-Karte aus. Mit einem Klick auf Write wird dann innerhalb von wenigen Minuten das Image auf die Karte übertragen.


SDHC-Cardreader mit SDHC-Karte an USB-Hub
Schreiben des Image auf die SDHC-Karte
 
Diese steckt man nun nur noch in den Raspberry Pi und verbindet diesen über das MicroUSB-Netzteil mit dem Strom: Raspbian bootet innerhlb von ca. 30 Sekunden hoch und fährt automatisch in den Konfigurationsbildschirm. Das sieht dann so aus:

Raspberry Pi am TV

Faul wie man ist, möchte man nun nicht 1 Meter vor dem TV auf einem unbequemen Stuhl sitzen und die zugegeben recht kleine Schrift auf dem großen Bildschirm entziffern. Glücklicherweise bietet Raspbian von Haus aus die Möglichkeit, sich per SSH zu connecten! Also schnell auf dem Windows 7 Prof. PC PuTTY installiert und bequem vom Schreibtisch aus per SSH auf den Raspberry Pi connected.

Raspbian Grundkonfiguration in PuTTY
Nachdem Raspbian nun also auf der Karte ist, grundsätzlich konfiguriert und eingerichtet ist, geht es an die Installation und Einrichtung von CUPS (Common Unix Printing System). Dabei vermute ich den ersten großen Stolperstein, denn ich glaube, es wird nicht so einfach, CUPS beizubringen, die Druckerwarteschlange meines als Access Point dienenden zweiten Routers per IPP zu befüllen - vor allem, da es sich um eine Beta-Firmware auf dem guten Stück handelt... Das könnte interessant werden. :-D